Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Klaus Wowereit erwartet von der schwarz-gelben Koalition endlich konkrete Vorschläge zur Lösung der Finanzprobleme der Kommunen. "Die Finanzlage der Kommunen ist dramatisch. Viele Städte und Gemeinden – gerade in Nordrhein-Westfalen - bluten aus. Die Bundesregierung und die Gemeindefinanzkommission müssen dringend ein Sofortprogramm für Kommunen bereitstellen. Bloße Lippenbekenntnisse reichen nicht aus."
Wenn der Deutsche Städte- und Gemeindebund mehr als die Hälfte der deutschen Kommunen von Zahlungsunfähigkeit bedroht sehe und die CDU-Oberbürgermeisterin Petra Roth viele Städte bereits auf der Intensivstation liegen sehe, müsse auch der schwarz-gelben Bundesregierung endlich klar werden, dass eine Kurskorrektur nötig sei, erklärte Klaus Wowereit. Deshalb habe die SPD mit dem „Rettungsschirm für Kommunen“ ein Konzept vorgelegt, das vor allem kurzfristig wirksame Maßnahmen enthält:
Wowereit: "Für die SPD gilt: Wir wollen lebenswerte Kommunen, die sich um die vielen gesellschaftlichen Belange vernünftig kümmern, angefangen von der Sicherheit in Städten und Gemeinden, der Kinderbetreuung und den Schulen, die für eine gute Infrastruktur und einen leistungsfähigen ÖPNV bis zur Integration der bei uns lebenden Einwanderer sorgen. Die Regierung muss jetzt handeln: sie muss die Handlungsfähigkeit der Kommunen gewährleisten und darf sich nicht in Symbolpolitik erschöpfen!"