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26. März 2010 | "Den Rechten die rote Karte zeigen"

Scharfe Kritik an geplanten Aktivitäten der „Bürgerbewegung pro NRW“  vor Moscheen in Nordrhein-Westfalen hat  die vom stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Klaus Wowereit und von Kenan Kolat geleitete Steuerungsgruppe der „Zukunftswerkstatt Integration“ beim SPD-Parteivorstand geübt.

"Für die SPD steht fest: Rechtspopulistische Stimmungsmache gegen Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland, wie sie die „Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen“ (pro NRW) unter dem Leitspruch „Abendland in Christenhand“ derzeit betreibt, darf nicht unwidersprochen bleiben", heißt es in einer Erklärung.

"Es ist deshalb gut, dass sich ein breites Bündnis aus Parteien und engagierten Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Städten klar und deutlich gegen die geplanten Demonstrationen und „Mahnwachen“ von pro NRW vor Moscheen in Nordrhein-Westfalen stellt. Wir müssen gemeinsam den Rechten die rote Karte zeigen: für eine demokratische, weltoffene und vielfältige Gesellschaft – gegen rechtspopulistische Einfalt. Wer diffuse Ängste schürt und Konfrontation an die Stelle von Dialog setzt, spaltet anstatt zu versöhnen. Dies ist der falsche Weg! Wir brauchen eine Kultur der Anerkennung im gesellschaftlichen Umgang miteinander. Dafür steht die SPD! Eine Kultur der Anerkennung meint auch, dass jeder Mensch seine religiösen Überzeugungen offen leben kann. Unser Grundgesetz bildet dafür den Rahmen: Die Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit aus Artikel 4 des Grundgesetzes gilt für alle Religionen."

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