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17.11.2009 | "Berlin als Standort für Zukunftsindustrien"

Berlin habe nicht nur kluge Köpfe, sondern auch Platz, um Neues zu entwickeln, so der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in einem Gastbeitrag für den Berliner "Tagesspiegel". Im Umfeld wissenschaftlicher Einrichtungen, in Adlershof, Charlottenburg und Marzahn entstehen schon heute neue industrielle Arbeitsplätze. "Der Senat wird dafür sorgen, dass der Flughafen Tegel nach seiner Schließung auch als Standort für Technologie, Kreativität und Industrie entwickelt wird: Gemeinsam mit dem neuen Großflughafen BBI kann TXL ab 2011 ein starker Wachstumsmotor der Stadt werden", so Klaus Wowereit.

Die harte Reformarbeit habe sich gelohnt, schrieb Wowereit. "Der Senat hat die Voraussetzungen geschaffen, dass Berlin als Standort für Zukunftsindustrien an Bedeutung gewinnt. Berlin hat trotz der Wirtschaftskrise beste Chancen zum Vorreiter neuen Wirtschaftens und neuer Arbeitsplätze zu werden. Die Stadt ist heute bundesweit Spitzenreiter bei der Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Jobs.".


Nachhaltige Industrie sei nicht nur ein Gewinn für Hochqualifizierte, so Wowereit. Sie schaffe auch Arbeit für den Bauarbeiter, den Gebäudereiniger oder die Mechatronikerin und deren Familien. Wowereit: "Am Beispiel der Klimaschutzwirtschaft wird klar: Mit dem Konjunkturprogramm werden derzeit Schulen, Kitas und Krankenhäuser energetisch saniert. Mit jeweils 100 Millionen Euro Investitionsvolumen in Bestandsgebäude werden rund 3000 Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert. Wir müssen uns anstrengen, dass Berliner Wissenschaftler und Forscherinnen ihre Ideen nicht in Detroit oder Schanghai in Produkte umsetzen, sondern dies Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus Berlin tun können."

 

DGB begrüßt Wowereits Votum für aktive Industriepolitik

 

Der DGB  Berlin-Brandenburg hat das klare Votum des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit  für eine aktive Industriepolitik für Berlin begrüßt. "Wenn der Stadtkapitän den richtigen wirtschaftspolitischen Kurs vorgibt, dann ist das gut für die Stadt", so der DGB-Vorsitzende Dieter Scholz.

 

„Ohne starke industrielle Basis keine leistungsfähige Dienstleistungsstadt, keine Haushaltkonsolidierung, keine soziale Stadt", erklärte Scholz. Industriepolitik sei keine Lobbypolitik, sondern im Interesse Aller. Sie müsse daher auch Querschnittsaufgabe in der Landes- und Bezirkspolitik sein. „Und es ist gut so, wenn sich der Regierende Bürgermeister in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftssenator hierfür an die Spitze stellt“, erklärte der DGB-Vorsitzende.

 

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