Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat im Interview mit dem "Tagesspiegel" die nächsten Ziele des Senats beschrieben. "Wir werden die Schulstrukturreform umsetzen, den Wissenschaftsstandort Berlin ausbauen, den Klima- und Umweltschutz voranbringen. Und wir wollen neue Denkweisen bei der Integration von Migrantinnen und Migranten in die Debatte bringen: Wie kann man den Aufstiegswillen in den Familien stärken?" sagte er.
Diese Frage stelle sich "sowohl für Migranten als auch für manche einkommensschwache deutsche Familie", sagte Wowereit, der seit Oktober auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist. "Hier voranzukommen ist für mich ein ganz zentrales Anliegen, diese Diskussion sollte von Berlin aus ins Bundesgebiet getragen werden." Auf Landes- und Bundesebene gelte es, das soziale Profil der Sozialdemokraten zu schärfen, betonte Wowereit.
Wowereit rief dazu auf, den Grundkonsens gegen Gewalt nicht infrage zu stellen. "Nicht nur den Gewalttätern, sondern auch denjenigen, die danebenstehen und möglicherweise Beifall klatschen, muss eine ganz klare Absage erteilt werden." Er bezeichnete es als "pervers", wenn Autos in Brand gesteckt würden, nur weil "einige Individuen es schön finden, wenn Stadtteile morbide sind".
Zum vollständigen Interview im Tagesspiegel vom 14.12.2009