„Wir wollen kein Billiglohn-Land werden; bei Technologie und Fortschritt - da wollen wir besser sein!“, gab Klaus Wowereit auf dem gut gefüllten Herrman-Ehlers-Platz deutlich zu verstehen. Mit der Station in Steglitz-Zehlendorf ging die Veranstaltungsreihe des Regierenden Bürgermeisters und Spitzenkandidat der Berliner SPD „Wowereit on Tour“ in die vorletzte Runde.
„Wir schreiben schwarze Zahlen und unsere Arbeitsplätze sind sicher“, freute sich Dr. Johannes Müller, der Vorstand der „Berlin Heart AG“. Der Spezialist für Kunstherzen entwickelt, produziert und vertreibt Systeme für die mechanische Herzunterstützung. Das Unternehmen sei 1996 gegründet worden und habe mit sechs Ingenieuren angefangen, heute seien 150 Mitarbeiter beschäftig. „Berlin Heart ist ein Musterbeispiel für die Kooperation der Wissenschaft mit den Unternehmen“, lobte auch der Regierende Bürgermeister.
Matz und Wowereit sprachen beide das Thema Zusammenarbeit zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg an. „Wir sind aufeinander angewiesen“, machte Matz deutlich. Der Regierende Bürgermeister zeigte sich jedoch auch verständnisvoll und erklärte, gewisse Ressentiments im Bauchgefühl der Menschen seien normal. Umso mehr gelte es an den Verstand zu appellieren und die Menschen zu überzeugen, wie wichtig diese Fusion sei. Bereits in vielen Bereichen wie Medien, Kirchen oder Gewerkschaften arbeiten Berlin und Brandenburg hervorragend zusammen. Zugleich betonte er aber auch: „Wir wollen eine Fusion mit Glanz und Gloria und keine Fusion durch die Hintertür. Berlin steht bereit.“
Text: Marco Gerster